„Da draußen gibt es Riesenchancen für diejenigen, die sie mutig ergreifen.“

Das ist die Botschaft, die Meinolf Ellers, Chief Digital Officer der dpa (Deutsche Presse Agentur) und Mitinitiator des Next Media Accelerators, den Studierenden des Bachelors Sozialökonomie am Montag mit auf den Weg gegeben hat.

Meinolf Ellers (Chief Digital Officer der dpa und Mitinitiator des Next Media Accelerators)

Als Gast in der Vorlesung Strategische Unternehmensführung von Prof. Dr. Sebastian Späth und Dr. Stefanie Pakura zeigte Meinolf Ellers auf, mit welcher dramatischen Beschleunigung (Stichwort: Theory of Singularity) sich die Medienwirtschaft im Rahmen der digitalen Transformation verändern wird. So wird mittelfristig völlig neu definiert werden: Was ist ein Medium? Was wird künftig ein Inhalt sein? Was ist ein Abo? Bei der Bewältigung der damit verbundenen komplexen Herausforderungen spielen Startups eine große Rolle, da sie kritische Innovationen hervorbringen, die in Großunternehmen nur schwer umsetzbar sind.  Dies wird am Beispiel der Telekommunikationsanbieter, die große Margen mit SMS verdient haben, deutlich. Eine technologische Innovation wie WhatsApp hätte sich unternehmensintern nicht behaupten können –  denn „wer sägt schon den Ast ab, auf dem er sitzt“?

Darüber hinaus zeigte Meinolf Ellers auf, dass die Veränderungen, die sich aus der exponentiellen Dynamik der digitalen Technologien ergeben, auch ein Umdenken der Studenten im Hinblick auf ihre persönliche Karriereplanung erfordert: „Die Zeiten sind vorbei, in der man jung in ein Großunternehmen einsteigt und mit 65 oder 70 Jahren in die Rente gehen kann, nachdem man in aller Ruhe linear durch die Organisation gegangen ist.“ Er argumentierte, dass Deutschland, um mit der Beschleunigung mithalten zu können, mehr Gründerinnen und Gründer benötigt –  Menschen, die bereit sind, aus ihrer Komfortzone herauszugehen und Risiken in Kauf zu nehmen. So ermunterte er die Studenten, sich breit aufzustellen, flexibel zu sein und das Unerwartete als Möglichkeit einzukalkulieren. Zugleich forderte er einen neuen Umgang mit dem Thema Scheitern: Dies sei nicht schlimm, solange man daraus lernt, das Scheitern als Erfahrungszuwachs begreift und daran wächst, so Ellers.

Wir von der Professur für BWL & Digitale Märkte bedanken uns herzlich bei Meinolf Ellers für seinen informativen und inspirierenden Beitrag zu unserer Vorlesung!